Acer Predator 17 (G9-792) Testbericht

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Am besten bekannt für erschwingliche Laptop-Angebote, die sich durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis auszeichnen, hat sich Acer auch im Markt für High-End-Laptops einen guten Ruf erarbeitet, wo das Predator eine glaubwürdige Alternative zu großen Marken wie Dell Alienware und ASUS ROG (Republic of Gamers) darstellt.

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Beschreibung

Erhältlich zum Preis eines Desktop-PCs mit High-End-Spezifikationen, bietet das Acer Predator 17 ein kompromissloses Spielerlebnis im Format eines etwas sperrigen Laptops, das man fast überall mit hinnehmen kann und mit dem mitgelieferten Akku bis zu zwei Stunden Spiele oder mehr als 3 Stunden Surfen im Internet genießen kann. Bei den Spezifikationen erklimmt das Predator 17 (G9-792) die Spitze der Pyramide und bietet eine NVIDIA GeForce GTX 980m Grafikkarte und einen Core i7 6700HQ Prozessor aus der Intel Skylake Familie, dem nicht weniger als 32 GByte RAM zur Seite stehen. Abgerundet wird die Goodie-Liste durch einen für Spiele optimierten Full-HD-IPS-Bildschirm, ein Audio-System 2.1 mit eingebautem Subwoofer, eine beleuchtete Tastatur, eine SSD und eine Festplatte mit genügend Platz für Ihre gesamte Film- und Musiksammlung.

In Bezug auf die Konstruktion ist das Predator 17 ein überraschend solides, aber ziemlich schweres (4,16 kg) Notebook. Offenbar ist das Geheimnis der steifen Konstruktion durch die Verwendung eines Glasfaser-Chassis gegeben, das für zusätzliche Steifigkeit im Bereich des Bildschirms und große Unterstützung für Handflächen und Tastatur sorgen soll. Ergänzt wird das Rezept durch eine gummierte, matte Oberfläche, die nach eigenem Ermessen auf allen Oberflächen leicht zu pflegen ist und eine hohe Festigkeit und gute Verschleißfestigkeit bietet. Der Bildschirm ist sehr gut beleuchtet und verfügt über einen effektiven Blendschutzfilter, der die Reflexionen der Umgebung, die bei der Verwendung in offenen Räumen oder Räumen mit starken Umgebungslichtquellen entstehen können, sehr gut abdeckt.

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Der untere Teil des Gehäuses ist mit dem gleichen schwarzen Kunststoff überzogen und zeigt auf den Subwoofer, der mit einem rot lackierten Aluminium-Schrill und einer großen Kappe hervorgehoben wird, die für den Zugang zu internen Komponenten verwendet wird und mit nur zwei Schrauben befestigt ist. Nimmt man sie ab, sieht man das nur 1,8 mm dicke Chassis aus robustem Polycarbonat mit einer zusätzlichen Schicht aus Glasfaser.

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Im Zentrum des überdimensionierten Kühlsystems stehen zwei Turbinenlüfter, die auf beiden Seiten des Gehäuses angeordnet sind. Die Erwärmung des Prozessors und der Hochleistungs-Grafikkarte wird hinter den Bildschirm geführt, möglichst weit weg von der Person, die vor der Tastatur steht. Bei normalem Betrieb ist das überdimensionierte Kühlsystem leise und sorgt für eine angenehme Geräuschkulisse während der Gaming-Sessions, wobei das Geräusch der beiden Lüfter leicht von den Geräuschen der Spiele überdeckt werden kann. Wer jedoch in den warmen Sommertagen einen zusätzlichen Lüfter möchte, kann auf ein optionales Kühlungs-Kit zurückgreifen, das als Frost Core bezeichnet wird.

Mit einem flachen Design, ähnlich wie bei Alienware, wird die Acer Predator 17 Serie sofort Ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen, mit einer RGB-beleuchteten Tastatur, die in 4 Regionen programmierbar ist und einer Auflage mit großen Abmessungen, die eine komfortable Unterstützung für Ihre Hand bietet.

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Das großzügige Angebot an Anschlüssen umfasst nicht weniger als 4x USB-3.0-Ports, 1x USB-Port Typ-C zur Nutzung mit Next-Gen-Peripheriegeräten, 1x HDMI- und 1x DisplayPort-Ausgang, 1x Kopfhörer- und 1x Mikrofonbuchse, 1x Gigabit-LAN-Port, 1x microSD-Slot und ein CD/DVD-Laufwerk.

Acer Predator (G9-792) Spezifikationen:

  • CPU – Intel Core i7-6700HQ (4 Kerne, 2,60-3,50 GHz, 6MB Cache)
  • RAM – 64GB (2x 16384MB) – DDR4, 2133MHz (2 zusätzliche Steckplätze verfügbar)
  • HDD/SSD – 256 GB M.2 SATA SSD + 1TB HDD
  • Bildschirm – 17,3″, IPS, Full HD, entspiegelt, 60 Hz
  • Sound – 4 Lautsprecher + Subwoofer
  • Konnektivität – LAN 10/100/1000 Mbps, Wi-Fi, Bluetooth 4.0, 4x USB 3.0, 1x USB 3.1 Typ-C, HDMI,
  • DiplayPort, SD-Kartenleser, 3,5-mm-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon, CD/DVD-Laufwerk
  • Andere Spezifikationen – 6 Makro-programmierbare Tasten, RGB-beleuchtete Tastatur
  • Akku – 88,8Wh / 6000 mAh
  • Betriebssystem – Windows 10 (64 Bit)

Benutzerfreundlichkeit

Das Design des Predator 17 ist sauber und gut gemacht, allerdings mussten zwei Elemente leiden. Zum einen dürften die farbigen WASD-Tasten nicht jedem gefallen, der dadurch erzielte Kontrast zur komplett schwarzen Tastatur wirkt etwas klobig. Andererseits fühlt sich die Ablagefläche mit Einschnitten an den Kanten unangenehm an, wenn der Laptop über dem Niveau der Handflächen liegt und den Benutzer zwingt, seine Arme auf den Kanten des harten Plastiks abzustützen.

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Der Laptop kommt mit einem werkseitig eingestellten, recht schrillen Startsound, der direkt nach dem Drücken der Power-Taste automatisch wiedergegeben wird. Interessant beim ersten Kontakt, wird das Erlebnis “Predator” später problematisch, wenn man den Laptop mitten in der Nacht starten will und die Leute im Nebenzimmer erschreckt.

Sieht man über diese kleinen Probleme hinweg, ist das Predator 17 ein beeindruckendes Notebook, sowohl von der Leistung als auch von der Erfahrung im täglichen Gebrauch.

Tastatur und Touch-Pad

Die leise und gut differenzierte Tastatur fühlt sich sowohl beim Spielen als auch beim Bearbeiten von Dutzenden von Dokumenten hervorragend an.

Die Tastaturbeleuchtung erlaubt die Auswahl separater Hintergrundfarben für vier verschiedene Bereiche. Die Beleuchtung ist unter den einzelnen Tasten sichtbar, aber nicht so sehr auf den eigentlichen Tasten, so dass ein “Erlernen” der Tastatur unbedingt notwendig ist, wenn man sie im Dunkeln benutzen möchte.

Weil es viel Platz gibt, ist dem Predator 17 ein riesiges Touch-Pad beigelegt. Außerdem bekommt der Hersteller einen weißen Ball dafür, dass er kein vollflächig klickbares Touch-Pad verwendet. Stattdessen hat es zwei große Tasten, die beim Drücken ein gutes Feedback geben. Shooter werden Sie mit dem Touch-Pad nicht spielen, aber wenn Sie es brauchen, hat es eine hohe Genauigkeit, und wenn Sie die Maus benutzen wollen, können Sie es komplett abschalten.

Bildschirm

Da es sich um einen Laptop für Spiele handelt, habe ich befürchtet, dass Acer den einfacheren Weg wählt und das Predator 17 (G9-792) mit einem TN ausstattet, was das Problem der Reaktionszeit auf Kosten anderer Kompromisse in Bezug auf Farbgenauigkeit und Blickwinkel löst. Glücklicherweise habe ich mich geirrt, denn Acers Laptop ist mit einem IPS-Bildschirm mit guter Qualität ausgestattet, der angenehm zu bedienen ist, auch beim Ansehen von Filmen oder der Bearbeitung von Bildern.

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Leistung

Das von Acer verwendete Rezept ist nahezu perfekt für dieses Kapitel. Es verfügt über einen Intel-Prozessor der nächsten Generation, eine leistungsstarke Grafikkarte und ein nicht sehr leises Kühlsystem. Wenn die CPU unter Last steht, arbeitet das Kühlsystem sehr effektiv, die Temperatur steigt nie über 76°C. Gleiches gilt für die GeForce 980m Grafikkarte, die GPU-Temperatur übersteigt nie 80°C. Die Grenzen des Kühlsystems zeigen sich erst, wenn die Laptops hochintensive Spiele spielen. Während die GPU-Temperatur also relativ nahe am Wert von 80° C bleibt, steigt die CPU-Temperatur bis 95° C an. An diesem Punkt wird die CPU-Betriebsfrequenz mehrmals reduziert, um die Temperatur unter der kritischen Schwelle zu halten. Die Lüfter sind hörbar, aber nicht störend, und die warme Luft wird ausschließlich nach hinten abgeführt.

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Leider brachte die Verwendung des Frost-Core-Kühlungs-Kits, das einen Lüfter enthält, der das CD/DVD-Laufwerk ersetzt, keine messbare Reduzierung der berichteten Temperaturen für CPU und GPU.

Acer Predator (G9-792)-Benchmark-Ergebnisse

Tests:

Bioshock Infinite-89 FPS
Sleeping Dogs (Hohe Details)-60 FPS
Thief (Sehr hoch)-63,2 FPS
Tomb Raider (Ultimative Qualität)-78 FPS
Hitman: Absolution (Ultra)-55 FPS
Dirt 3 (Ultra)-136 FPS

Benchmark:

PCMARK 8 (Konventionell)-3255
3DMark (Strike)-8385
Cinebench 11.5 R-OpenGL 56,73 fps, CPU single-core CPU pts, 1,42 multi-core 7,30 pts
WinRAR x 64 5,31-8390 KB/s
Unigine Valley Benchmark (Extreme HD)-48,9 (2045)
HD Tune Pro-1110 MB/s AVG. Lesezeit, ms Zugriff 0,071

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Temperaturbereich:

CPU Leerlauf: 47° C
WinRAR Benchmark CPU-Last: 75° C
Unigine Valley Benchmark CPU-Last: 93° C, GPU-Last: 80° C

Fazit

Solide gebaut und mit beeindruckendem Design, ist das Acer Predator 17 (G9-792) eine ausgezeichnete Wahl für die Mitspieler, aber auch für Anwender, die ein leistungsfähiges Notebook benötigen, mit dem sie arbeiten können. Für diese Rolle erfüllt das Predator 17 alle Anforderungen: ein IPS-Bildschirm von guter Qualität, leistungsstarke Lautsprecher, eine ergonomische Tastatur, eine vernünftige Akku-Autonomie und eine Hardware-Plattform mit einer beneidenswerten Leistung.

Positive Teile

+ gute Leistung
+ Bildschirmqualität
+ sehr gute Lautsprecher
+ gut verarbeitetes Gehäuse
+ gute Tastatur
+ leise und meist kalt

Negative Teile

– hohe Auflage, mit abgeschnittenen Kanten, kann unangenehm sein

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